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Ich lasse meine Glaubenssätze hinter mir und empfange die Zeichen.

Auch ein Glaubenssatz ist ein Zeichen. Ein festgelegtes Zeichen. Eine Regel. Hier gilt „Glaubenssatz“.


Man kommt gut durch den Verkehr, wenn man die Verkehrszeichen beachtet. Man eckt nicht an, man übertritt keine Verbote, man erreicht sein Ziel. Alles, wie man es kennt. Man wird durch die Straßen geleitet, hält hier an, muss dort einen Umweg fahren, hier geht es nicht weiter, oder man darf nur langsam fahren.


Doch seine eigene Strecke, in eigenem Tempo und in eigener Verantwortung darf man nicht fahren.


Glaubenssätze nehmen einem die Verantwortung. Wenn ich zum Beispiel glaube, dass ich immer auf der Strecke bleibe, dann bleibe ich immer auf der Strecke. Weil ich die Dinge anziehe, die ich glaube.


Dabei geht es nicht um vordergründigen Glauben, sondern um die Sätze, die im Hintergrund stehen. Die man vielleicht gar nicht selbst wahrnehmen kann, weil sie so zu einem gehören, dass man den Abstand nicht hat, um sie zu erkennen.


Wenn ich immer auf der Strecke bleibe, dann ärgere ich mich, bin verzweifelt, und so weiter. Doch der dazugehörige Glaubenssatz nimmt mich aus der Verantwortung für mein Erleben. Denn ich kann ja gar nicht anders, als auf der Strecke zu bleiben, weil mich der Glaubenssatz an mein Schicksal fesselt.


Erkenne ich dagegen den Glaubenssatz – das Zeichen, das mich immer in die falsche Richtung weist – kann ich damit arbeiten, ihn beleuchten, ihn wandeln, ihn auflösen. Damit übernehme ich die Verantwortung für den Glaubenssatz und für mich.


Und wenn ich bereit bin, für mich die Verantwortung zu übernehmen, kann ich meine eigene Route wählen, in meinem eigenen Tempo. Dann kann ich die Impulse, die auftauchen, wahrnehmen und einen Abstecher machen, oder anhalten und etwas anschauen. Das braucht vielleicht etwas Übung, weil ich nicht gewohnt bin, meinen eigenen Weg zu nehmen, doch dann zeigen sich die Zeichen – meine eigenen Zeichen - die ich empfange. Die ich schon immer empfangen habe, die ich bloß nicht beachtet habe, weil ich meinen Fokus auf dem Gewohnten hatte.

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